Geh Du vor, sagt die Seele zum Körper, auf mich hört er nicht.

  Ulrich Schaffer

Mein Weg zur Alexander-Technik

Nach einem Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich hatte ich das große Glück noch am gleichen Tag bei der Alexander-Technik-Lehrerin Dr. Maria Weiss Stunden nehmen zu können.

 

Im Laufe der dann beginnenden Erfahrungen konnte ich feststellen, wie sehr ich darauf gepolt war, zum einen alle körperlichen Belange an die Schulmedizin abzugeben und zum anderen körperliche und mentale Prozesse zu trennen.

 

Ich habe schrittweise angefangen wieder die Verantwortung für mich zu übernehmen. Der Schmerz war mir dabei anfänglich ein lehrreicher Indikator, zusätzlich jedoch konnte ich meine Wahrnehmung schulen. Welche Muskulatur spanne ich an, wenn ich z.B. mich hinsetze? Und was davon brauche ich wirklich, um die gewünschte Bewegung auszuführen?

Auch habe ich mich unerwartet in einer persönlichen Lebenskrise befunden und konnte erfahren, dass neben der Freiheit von (Muskel-) Anspannungen auch eine enorme Stabilität von der AT ausgeht.

 

Die innere und äußere Aufrichtung hat mir inzwischen bei vielen herausfordernden Momenten geholfen wie z.B. der Heilpraktikerprüfung, eine Rede vor der Schule zu halten oder einen Einradkurs zu belegen.

 

Ich bin jetzt seit 2011 ohne Nackenschmerzen und kann sagen, dass zu der Beweglichkeit, ein wunderbares Lebendigfühlen meine Lebensqualität enorm gesteigert hat.

Ich bin froh und dankbar der Alexander-Technik begegnet zu sein und lade Sie herzlich dazu ein, Ihre eigenen Erfahrungen damit zu machen.

 
Sarah Ross

Jahrgang 1978, verheiratet, zwei Kinder, wohnhaft im Süden von München

>  Arbeiten an verschiedenen Theatern in Berlin, Hamburg, Wien, Mannheim, Zürich, Strasbourg 

>  Theater mit und für Kindern im Waldkindergarten Isartal e.V.

>  Kinderatelier "Kellerasseln" mit Künstlerin Christiana Biron

>  Heilpraktikerin

>  3 jährige Ausbildung zur F.M. Alexander-Technik-Lehrerin am BATC bei Dr. Maria Weiss

>  Teilnahme an verschiedenen Fortbildungen u.a. "Leichter Lernen mit der AT" bei Andrea Schumacher

    und Dr. M. Weiss, "Mit dem Herzen berühren" bei Tommy Thompson

 

EINZEL-

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The ACTOR'S Trinity

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Alexander-Technik - Was ist das?

Die Kunst der Veränderung

 

Die Gravitationskraft läßt uns sicher und stabil mit beiden Füßen auf dem Boden stehen. Die natürliche Aufrichtung unserer Wirbelsäule, unseres Körpers wirkt dieser Kraft entgegen. Sie ist wunderbar zu beobachten bei Kleinkindern, die zum ersten Mal gehen: Der Kopf führt, der Körper folgt.

Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir verschiedene Verspannungen, die die natürliche Aufrichtung unterbrechen können. Diese Verspannungen gilt es zu finden und zu verändern.

Innere und äußere Aufrichtung

Haben Sie beispielsweise einen Beruf, durch den Sie viel am Computer sitzen, kann es passieren, dass Sie vor dem Bildschirm zusammengesunken und den Kopf auf eine Hand gestützt sitzen.
Oder Sie haben einen Beruf bei dem Sie ständig unter Zeit-oder Erfolgsdruck stehen. Diese physikalischen oder emotionalen Kräfte wirken über viele Stunden am Tag auf Ihren Körper ein und können
so die natürlich ablaufende Aufrichtung überschreiben. Sie empfinden die neue und eigentlich schädliche Körperhaltung als richtig oder nehmen sie gar nicht mehr wahr. 

Auch einmalige Ereignisse prägen unsere Bewegungs- und Denkmuster. Herausforderungen wie Prüfungen, Bühnenauftritte, Reden vor Zuschauern, Abschied, Krankheit, Kündigung oder Gefahren von außen erhöhen u.a. den Muskeltonus erheblich. Und wenn dieser für den ersten Moment sehr hilfreiche erhöhte Tonus keine Entladung erfährt, wird auch diese Anspannung zu einem Bewegungsmuster innerhalb unserer alltäglichen Gewohnheit.

Schmerz, Fremdgesteuert, Energieverlust

Dauerhafte Anspannungen können zu Folgendem führen:

  • sie verhindern ein natürliches Funktionieren unseres Körpers:
    wir fühlen uns ungelenk und unmotiviert

  • sie führen zu Verspannungen im Körper, die schmerzhaft sein können wie z.B. Rückenschmerzen, Migräne, chronische Schmerzen, Frozen Shoulder usw.

  • sie werden als Blockade unseres Potenzials empfunden: wir fühlen uns wie fremd gesteuert, sie verhindern, kontinuierlich authentisch zu sein, 

  • sie führen zu einem ständigen „Energieverlust“, 

  • sie münden in Hektik- und Stressreaktionen.

Wahrnehmen, Innehalten, Verändern


Die Alexander-Technik setzt genau an diesem Punkt an:

Im gemeinsamen Prozess mit der Alexanderlehrerin werden Sie darin unterstützt, innezuhalten und selbst besser wahrzunehmen, wie Sie die Dinge tun. Die begleitenden und unterstützenden Hände spüren unnötige Anspannungen und lösen sie auf.

Zwischen dem Reiz und unserer Reaktion darauf entdecken Sie Wahlmöglichkeiten und kommen dadurch 

  • zu Freiheit, 

  • zu Beweglichkeit, 

  • zu Eleganz,

  • zu Lebendigsein.

 

Mein Leben mal anders

Dazu beobachten wir gemeinsam z.B.

  • alltägliche Abläufe wie Sitzen, Laufen, Pause machen

  • spezifische berufliche Anforderungen: am Computer sitzen, über das Smartphone kommunizieren, schwere Gegenstände tragen, Schichtdienst

  • als Schauspieler eine Rolle für Theater oder Film erarbeiten: Präsenz, Körper, Text und Stimme

  • freies Sprechen vor dem Kollegenkreis: sich abgrenzen, andere einbeziehen, Kritik äußern, auf Neues Lust machen

  • Nein sagen und meinen

  • u.v.m.

 

Wenn man die Gelegenheit hat, sich wieder als Erfinder der eigenen Bewegungsmuster zu erleben, kriegt man nochmal dasselbe Gefühl wie damals, als man die ersten Schritte aus eigenem Antrieb in die Welt gesetzt hat, da die gleichen neuronalen Netzwerke aktiviert werden. Und deshalb macht das so froh. 

Dr. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe über die Alexander-Technik